PE-Fittinge
  
 
wie nur machen

zwei Rohre, ein Fitting - wie suchen und finden?

Es gibt - allein schon im Europäischen Raum - eine schier unübersehbare Anzahl von Rohren und Rohrsystemen. Die erste Frage ist, welches Rohr eingesetz wird, und die zweite Frage folgt sogleich: womit können diese Rohre verbunden werden?
Die wichtigsten Rohrarten sind PE (Polyäthylenkunststoff), ALPEX (PE-beschichtetes Aluminiumrohr), Kupferrohr, PP (Polypropylen) und Eisenrohre.
Wenn Sie also eine Rohrverbindung (einen Fitting, von englisch "passend") suchen, müßen Sie zuerst wissen, welches Rohr links und welches rechts angeschlossen werden soll. Wenn Sie dies wissen, dann können Sie eine Abfrage in der Fittingdatenbank starten:
wie nur machen
Wenn Sie beispielsweise ein Verbindungsstück mit einem 3/4 Zoll Außengewinde zu einem Aluminiumverbundrohr ALPEX mit dem Durchmesser 16/2.0 suchen, so geben Sie in den Suchfeldern einfach diese Masse ein und klicken danach auf die Schaltfläche "Suchen".

Sie müßen nicht alle Eingabe-Felder mit Suchwerten belegen - je weniger Suchwerte Sie eingeben, umso mehr Fittinge werden Sie als Resultat in Ihrer Suche erhalten.
Sie können also auch nur "alle Fittinge mit Außengewinde für ALPEX" suchen. Die resultierende Menge an Fittingen ist so schon wesentlich größer, denn es gibt viele Rohrdurchmesser und viele Gewindenmaße.
Sie können auch die Schaltfläche "Treffer-Übersicht" anklicken: dann erhalten Sie eine Liste, aus der ersichtlich wird, mit welcher Häufigkeit die Suchkriterien in den einzelnen Katalogen vertreten sind. Von da aus können Sie mit den Links den gesuchten Fitting weiter umzingeln.

wie geht's weiter ?

wie nur machen Wenn Sie zu einem Fitting gefunden haben, sehen Sie im unteren Teil der Seite dessen Vermassung. Sie können von da aus weiternavigieren, indem Sie die Mass-Links anklicken:
  • Fittinge mit demselben Anschluss - dies sind Alternativen
  • Fittinge, die an diesen Anschluss passen - also passend verbunden werden können
  • eine reduzierte Auswahl der obigen Suchmenge

Gewinde ?

In grauer Vorzeit wurde die Norm mit Eisenrohren begründet. Der Innendurchmesser wurde mit Zoll, und den im englichen Raum weit verbreiteten Brüchen, wie 3/8, 1/2, 3/4 etc., festgelegt. Auf der Außenseite des Rohrs wurde das Gewinde geschnitten. Im Laufe der Jahre wurde die Herstellungstechnik verbessert: das Rohr konnte dünnwandiger hergestellt werden. Aus Kompatibilitätsgrümdem blieb das Gewinde gleich, der Innendurchmesser jedoch wurde größer. Heute sind die Zollmasse zwar verbreitet, aber nirgendswo auf einem Eisenohr nachzumessen!
Gewindeverbindungen müßen abgedichtet werden. Diese Methoden sind verbreitet:
  • Hanf - ein altbewährtes Material, einfach zu verarbeiten und zudem sehr zuverläßig. Hanf quillt mit der Feuchtigkeit auf, und dichtet so gleichsam automatisch die Ritzen zwischen den Gewidekörpern ab. Aber: bei trockenen Gasen schrumpft Hanf und verliert so die dichtende Eigenschaft! Es darf also nicht bei Ergas, Propan u.ä. verwendet werden!
    Verarbeitung:
    wenn man den Fitting in der linken Hand hält, wird das Gewinde mit einem Büschel Hanffasern in Uhrzeigerrichtung soweit gleichmäßig eingewickelt, bis das Gewinde gerade nicht mehr sichtbar wird. Jetzt wird der Hanf mit einer Gleitmaße "eingefettet", damit er gut in das Innengewinde hineinrutschen kann. Die Gleitmaße verklebt zudem die Hanffasern, sodaß sie sich nicht mehr lösen, wenn man mit dem Fitting hantiert. Nun wird der Fitting festgeschraubt. Fertig!
  • Teflon® - PTFE-Kunststoff ist bis zu etwa 200°C beständig. Teflonband eignet sich gleichermaßen für Wasser und für Gase. Allerdings ist die Verarbeitung etwas difficiler: Beschädigungen der Gewindekörper können das Teflonband bei Eindrehen aufreissen. Zuviel und zuwenig Teflon auf dem Gewinde führt zu undichten Verschraubungen.
    Verarbeitung:
    Das Teflonband wird typischerweise ein Dutzend mal auf das Gewinde gewickelt, dann abgerissen. Der Fitting wird eingedreht. Die Übung macht den Meister, wenn es darum geht, wie viele Wicklungen gebraucht werden!
  • Loctite® u.ä. - ist ein dünnflüßiger Klebstoff auf Zyan-Akrylat-Basis. Unter Luftausschluß härtet der Klebstoff in einer anaeroben Reaktion aus.
    Verarbeitung:
    Saubere, trockene Gewinde - öl- und fettfrei - sind Voraussetzung. Der Klebstoff wird auf oder in das Gewinde geträufelt. Durch die Kapillarwirkung zieht die Flüßigkeit gleichmäßig ein. (Der Kleber muß das Gewinde richtig "fluten") Nach einigen Minuten beginnt die Aushärtung von innen heraus.

Planung ?

Einzelzuleitung

Separate Anbindung jeder Entnahmestelle:
  • niedrige Druckverluste
  • Einzelarmaturenanschlüsse
  • keine Verbindungsstellen im Fußboden und in der Wand
  • wenig Formteile nötig
  • einfache Planung
  • Entnahmestellen können einzeln unterbrochen werden

T-Stück-Verteilung

Zusammenfassung mehrerer Entnahmestellen in einer Gruppe:
  • Versorgung mehrerer Zapfstellen mit einer Leitung
  • Installation bei Sanierung in vorhandenen Schlitzen möglich
  • reduzierter Rohrverbrauch
  • hoher Formstückaufwand
  • variabler Druckabfall (im Beispiel nimmt die Badewanne der Dusche das Wasser weg)

Ringleitungssystem

Zusammenfassung aller Entnahmestellen in einer Ringleitung:
  • Versorgung mehrerer Zapfstellen mit einer Leitung
  • Installation bei Sanierung in vorhandenen Schlitzen
  • ausgeglichene Druckverhältnisse im Ring
  • Verwendung von nur einer Rohrdimension für die gesamte Ringleitung
  • wenig Formteile nötig
  • kurze Wasserverweilzeiten in selten benutzten Leitungsabschnitten

Rohre ?

  • PE-Rohre, PEX-Rohre - Rohre aus Polyäthylenkunststoff. Der Kunststoff ist weit verbreitet, beispielsweise bei der Verpackung von Lebensmitteln. Er ist auch ziemlich (relativ) umweltfreundlich. Das Polyäthylen wird entweder mit Elektronen-Beschuß (PEX-e) ausgehärtet oder chemisch (PEX-c). Beide Methoden produzieren die gleiche Kunststoff-Qualität, es kann bei PEX-c ein "chemischer" Beigeschmack im Wasser auftreten, der allerdings mit der Zeit vergeht.
    Für Fußbodenheizungen wird eine weitere Variante mit einer sauerstoffundurchläßigen Ummantelung hergestellt. (Diffusionsdicht)
    Verarbeitung:
    Die Rohre sind einfach unter Putz zu verlegen, da sie flexibel sind. Bei einer Renovation, wenn nachträglich verlegt wird, ist dies ein Vorteil: das Rohr kann ähnlich wie ein Elektrokabel um Kanten und Ecken gezogen werden. Soll über Putz verlegt werden, so hängen die Rohre durch: dies kann einen negativen Eindruck machen.
    Eigenschaften
    flexibel (federt Wasserschläge ab, überlebt Frost); temperaturabhängig (bei 95°C etwa die halbe Druckfestigkeit); kaum Kalkablagerung; geringer Fliesswiderstand; UV-Licht (Sonnenlicht) schädigt das Material
  • Aluminium-Verbundrohre
  • Kupferrohr
  • Eisenrohr
  • Polypropylenrohr (PP)
Montag, 18 September 2017 22:03:08